Die Universiade in Bildern #ToBeUnique

Wir hoffen, dass alle gut nach Hause gekommen sind. Wir waren, alle zusammen, ein unvergessliches Team.
Seit der Sommeruniversiade Bangkok 2007 ist Platz 27 im Medaillenspiegel das beste Ergebnis Österreichs.

In besonderer Erinnerung bleibt uns die Mitwirkung des Staatspräsidenten und des Erzbischofs am Kulturprogramm der Universiade. Unvergesslich war die Anteilnahme des Publikums, dafür sei an dieser Stelle gedankt.

Unisport Austria bedankt sich auch für die Mitwirkung an der 30. Sommeruniversiade 2019 in Neapel ganz besonders: bei der FISU, dem Veranstalter, der Region Campania, der Stadt Neapel und den Kommunen an den vielfachen Universiade-Clustern, bei CUSI und allen Sportverantworlichen.

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Fotocredit: Stefanie Mitterlehner, Julia Kainrath, Manfred Pfeifer

Krönender Abschluss

In den letzten Bewerben hat es Österreich noch einmal aufs Stockerl geschafft. Das österreichische Mixed-Team Hannah Ziegler, Johanna Daum, Luis Wenger und Stefan Scharnagl (Skipper) ersegelt Silber auf hoher neapolitanischer See.

Die Studierenden erwischten bei der finalen Regatta den richtigen Wind und konnten Dank ihrem Können als einziges Team in einem der vier Finalraces die Finnen (Gold) schlagen und verdienten sich damit am Podium den zweiter Platz.

Die Vierer-Gruppe ist in dieser Konstellation noch nie zuvor an solch einem großen Segelbewerb angetreten. Unter den Seglern bekannt als das sympathischste Team, traf man die Truppe immer mit einem Lächeln auf den Lippen und Motivation am Segeln an. Genau diese lockere und dennoch konzentrierte Einstellung führte das Mixed-Team direkt auf das Podest.

Noch in der Qualifikationsrunde war der Ärger beim Team aufgrund eines Materialbruchs groß. Eine wertvolle Platzierung ging aufgrund des Defekts verloren. Doch die Studierenden der Universität Salzburg, Medizinischen Universität Innsbruck, FH Krems und Universität Innsbruck, ließen sich nicht aus dem Ruder, oder besser gesagt Segel, bringen. Mit Bravour meisterten sie die nächsten Regatten und nahmen eine gute Portion Motivation und Ehrgeiz in die finale Regatta mit.

Aus österreichischer Sicht ist auch diese Medaille im Segeln ein weiterer Rekord, denn es ist die erste österreichische Universiade-Medaille im Segeln. Die zwei jungen Damen und Herren gehen somit ebenfalls in die österreichische Segel-Geschichte ein!

Erste Silbermedaille aller Zeiten im Kunstturnen

Was für ein Tag für das österreichische Team! Vinzenz Höck holt sich in der Einzeldisziplin auf den Ringen Silber.
Der Mechatronik-Student der Universität Innsbruck konnte sein Können schon vor drei Tagen beim Mehrkampf-Bewerb unter Beweis stellen, er belegte im Ranking für die Ringe Platz 3 und durfte somit im Palavesuvio für seine Spezialdisziplin im Finale erneut antreten.
Die Atmosphäre war dann aber noch besser, als Höck es zunächst erwartet hätte. Insgesamt brachte er es mit seiner Performance ex aequo mit dem Türken Colak Ibrahim auf 14.800 Punkte und durfte somit die glänzende Silbermedaille mit nach Hause nehmen.

Aus österreichischer Sicht ist diese Medaille im Kunstturnen eine Premiere. Seit der Einführung der Disziplin im Jahre 1961 in Sofia konnte kein österreichische/r Athlet/in eine Medaille im Kunstturnen ergattern. Höck stellt mit seiner Leistung also nicht nur einen österreichischen Rekord auf, sondern geht mit seiner fulminanten Medaillen-Performance auch in die österreichische Geschichte ein.

Sensationssieg in Neapel

Der erste Tag und gleich ein derart großer Erfolg für das Team Austria:
Im Finalkampf trat Johannes Pacher (FH Burgenland) gegen Lasha Bekauri aus Georgien an. Nach sensationellen 34 Sekunden beendete der 23-jährige Wiener die Begegnung mit Ippon. Pacher holt damit in der Gewichtsklasse -90kg Gold nach Österreich und feiert seinen neuen Studenten-Weltmeister-Titel!
Nachdem Österreich bei Universiaden bisher zweimal Bronze (Hilde Drexler 2007 und Kathrin Unterwurzacher 2013) gewinnen konnte, holte Pacher die allererste goldene Judo-Medaille für Österreich.

Die Leiterin des Österreichischen Kulturforums in Rom, Dr. Elke Atzler, hat die Eröffnung besucht und die Gelegenheit genutzt, die Studierenden auch noch am ersten Wettkampftag zu unterstützen. Die Delegationsleiterin Hemma Angerer betont die Wichtigkeit solcher Besuche: „Die Studenten brauchen die offizielle Anerkennung ihres Landes. Es ist nicht das erste Mal, dass ich erlebe, wie meine Athletinnen und Athleten bei diesen Besuchen über sich hinauswachsen. Ich bin dankbar für diese Unterstützung!“

Fotocredit: Julia Kainrath, Stefanie Mitterlehner