UAM Fechten 2022

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Mit der Unisport Austria Meisterschaft Fechten am 15./16. und 22./23. Jänner hat das universitäre Wettkampfjahr 2022 begonnen. Mit 55 Fechter:innen in den UAM-Wertungen und 92 Fechter:innen in den Unisport Open-Wertungen konnte die Veranstaltung trotz Pandemie und Einschränkungen erfolgreich stattfinden.
Das Universitäts-Sportinstitut der Universität Wien hat ein strenges Präventionskonzept inkl. 2G+ mit viel Einsatz und Motivation der Mitarbeiter:innen aufgesetzt und wurde von den Studierendensportler:innen mit Dankbarkeit für die Startmöglichkeit belohnt: Es gab einen Teilnehmer:innen-Anstieg von 20% in den UAM-Wertungen.

Unisport Austria Acting President Dr. Hemma Angerer hat sich in ihrer Eröffnungsrede vor allem bei den Organisatoren bedankt: „Ich freue mich, dass sie stattfinden kann und dass wir uns hier wieder treffen. Wir leben in einer Pandemie und wir lernen mit den neuen Lebensrealitäten umzugehen. Die Universitäten sind da bekanntermaßen Vorreiter in der guten Bewältigung und Transformation.
Ich bedanke mich bei der Universität Wien, insbesondere bei Herrn Mag. Georg Denev und allen Verantwortlichen vom Universitäts-Sportinstitut der Universität Wien dafür, dass es möglich wurde, unseren Universitätssport–Wettkampf durchzuführen. Ich möchte mich auch beim Akademischen Sportklub Fechten, der ja im letzten Jahr sein 50-jähriges Bestehen gefeiert hat, für die langjährige Zusammenarbeit mit dem Universitätssport recht herzlich bedanken insbesondere bei Frau Mag. Dorothea Tanzmeister. Ebenso bedanke ich beim USZ Schmelz Betrieb für die Betreuung.

Es war ihr ein Anliegen, die Universitätssport-Traditionen an der Universität Wien aufzuzeigen. Der freiwillige Universitätssport wurde mit 24. September 1848 provisorisch an der Universität Wien für alle Universitäten am Standort Wien erstmalig vom Kultusministerium im Habsburgerreich eingerichtet. 1850 erfolgte die Bestellung des ersten Leiters der Universitäts-Turnanstalt – Rudolf von Stephani – durch Kaiser Franz Josef I. jährliche Tätigkeitsberichte an das Ministerium des öffentlichen Unterrichts sowie die Protokolle des Akademischen Senates bezeugen dies.

Das Fechten war neben dem Turnen eine der ersten in den Vorlesungsverzeichnissen der Universität Wien angekündigten „Einrichtungen zur Pflege der körperlichen Übungen“. Zum einen am Akademischen Fechtboden der Fechtsektion des Akademische Sportvereins, zum anderen im Fechtsaal des Universitätsfechtmeisters.

Es gab auch bereits vor 1918 eine obligatorische Versicherung der Universität gegen Unfälle für Teilnehmerinnen und Teilnehmer, sowohl in der Universitäts-Turnanstalt als auch bei den von der Universität mit Universitätssport beauftragten Vereinen und Institutionen. Diese Funktion hat heute die Versicherung der Österreichischen Hochschülerschaft für die Studierenden übernommen.

Für Angerer ist es frappant zu sehen, dass über alle Transformationen der Zeit eine große Kontinuität im freiwilligen Universitätssport bis heute blieb, der von Anbeginn mit Sorgfalt auf allen Ebenen bis zum Oberhofmeisteramt bedacht wurde. „Wir denken oft nicht an unsere Wurzeln, weil uns alles so selbstverständlich ist, wir sollten uns aber manchmal an die Beständigkeit in den Grundzügen erinnern. Sie erleichtert uns auch in dieser Pandemie den Aufbruch in die Veränderung.

Ergebnisse:

Die dreifache Universiade-Teilnehmerin Paula Schmidl (Universität Wien) konnte ihren Titel abermals verteidigen. Nach 2018, 2019 und 2020 kürte sie sich heuer zum 4. Mal zur Unisport Austria-Meisterin im Damen Degen. In der populärsten und gleichzeitig teilnahmestärksten Waffengattung der Männer, dem Herren Degen, konnte sich Samuel Berktold (Universität Wien) bei seiner ersten UAM-Teilnahme durchsetzen.

Neu gemischt wurden die Karten im Damen Säbel. Nach zahlreichen, teils sehr engen Fechtentscheidungen konnte sich Eva-Maria Gutschi (TU Wien) an die Spitze fechten, die ebenso im Studierendensport ihr Debüt hatte. Im Herren Säbel verteidigte Nicolaus Benedict (Universität Wien) erfolgreich seinen Titel aus 2020.

Am zweiten Fechtwochenende stieg Maximilian Ettelt (Universität Linz) im Herren Florett an die nationale UAM Spitze. Nach einer Silber- (2017) und zwei Bronzemedaillen (2018, 2019) holte er sich heuer die Goldene ab. In der letzten Fechtentscheidung konnte sich die zweifache Universiade-Teilnehmerin Olivia Wohlgemuth (Universität Wien) den Titel im Damen Florett holen. Sie bestätigte damit ihre Leistung von ihrer letzten Teilnahme 2015 als sie schon einmal ganz oben auf dem Stockerl stand.

Die UAM Fechten ist eine wichtige Veranstaltung im österreichischen Fecht-Wettkampfkalender, wo in der Open-Wertung auch immer internationale Studierende herzlich willkommen sind.

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